Einzigartig und trotzdem fehlt es an Wiederspielwert.
Discover ist ein Entdeckungs- und Überlebensspiel für 1-4 Personen. Jedes Spiel ist einzigartig, was bedeutet, wenn man 2 Ausgaben des Spiels besitzt, man trotzdem nicht zweimal das selbe Spiel besitzt. Natürlich bleiben die Regeln und die Grundidee bei jeder Ausgabe gleich, aber die Spielpläne und somit auch die Karten unterscheiden sich. Im Prinzip klingt dies sehr spannend und innovativ, doch leider kann das Spiel diese Erwartungen nicht lange halten.
Discover ist in 5 Szenarien auf zwei verschiedenen Gebieten aufgeteilt. Dabei enthält nicht jede Kopie die beiden gleichen Gebiete. Jeder Spieler nimmt die Rolle eines Überlebenden ein und sammelt Wasser, Nahrung und Materialien. Außerdem versucht er sich Gegenstände zum Schutz vor der Nacht und vor Angriffen zu craften. Zu guter Letzt erkundet jeder Spieler dann noch das Gebiet und findet somit Orte, die ihm Vorteile bieten können oder die ihm dabei helfen Quests zu erfüllen. Während der Nachtphase werden die Spieler oft von Unwettern, Hunger oder Gegner überfallen.
Das Spiel läuft weder kooperativ noch kompetitiv ab. Jeder Spieler kann sich selbst überlegen ob er sich mit anderen zusammentut oder sich doch auf eigene Faust durch das Gebiet kämpft. Es gibt also auch nicht nur einen Gewinner, sondern jeder Überlebende, der die szenarioabhängige Endquest erfüllt gewinnt das Spiel. Alle die vorzeitig sterben, gehören zu den Verlierern.
FAZIT: Wir haben das erste Szenario von Discover zu zweit gespielt und waren dabei super gespannt auf unsere einzigartige Ausgabe. Die Szenarien 1, 2 und 5 spielen bei uns im Gebiet Tal und die Szenarien 3, 4 und 5 spielen im Sumpf. Am Spielanfang waren wir noch sehr begeistert und das Spiel machte tatsächlich Spaß, da es auch sehr realitätsnah ist, jedoch fiel die Begeisterung nach dem ersten Szenario schnell.
Das zweite Szenario enthält beim Spielplanaufbau genau die gleichen Teile wie im ersten Szenario und somit sind auch fast alle Karten identisch. Diese werden zwar zufällig angeordnet wodurch ich zum Beispiel nicht weiß wo die Blumenwiese ist, jedoch weiß ich genau was mich dort erwartet. Dadurch verliert das Spiel meiner Meinung nach jeglichen Reiz und jeglichen Realitätsbezug. Wer weiß schon, was ihn morgen im Park erwartet geschweige denn, dass es genau das Gleiche ist wie gestern.
Das 3te Szenario ist meiner Meinung wieder ein bisschen spannender, da man sich hier durch den Sumpf kämpft. Hier überrascht das Spiel die Spieler wieder, jedoch verliert auch dieses Gebiet spätestens bei Szenario 4 seinen Reiz.
Die Entwickler des Spiels werben nicht nur mit der Einzigartigkeit jeder Ausgabe sondern auch mit Szenario 5, das den größten Wiederspielwert bieten soll. Dieses Szenario kann in jedem Gebiet gespielt werden und ist ganz kompetitiv. Hier gewinnt nur der letzte Überlebende. Aber auch dieses Szenario macht kaum Spaß, wenn man genau weiß, wo man welche Vorteile bekommen kann.
Wir würden das Spiel deswegen nicht empfehlen! Die Idee von einem einzigartigem Spiel ist zwar super, doch leider scheitert es hier an der Umsetzung. Bleibt nur zu Hoffen, dass die Entwickler an ihrer Idee festhalten und uns bald mit einem ausgereiftem Spielprinzip überraschen. (Sollte sich unsere Meinung nach den anderen Szenarien noch ändern wird dieser Beitrag natürlich noch geupdatet.)
Kleiner Tipp: Kauft euch das Spiel gebraucht und sucht euch dabei eine Ausgabe mit den Gebieten raus, die euch am meisten ansprechen. Wichtig ist auch, dass ihr euch kein Spielmaterial im Voraus anseht, sonst verliert das Spiel schon vor dem ersten Szenario seinen Reiz.